5 Forces Porter | einfach erklärt

Die 5 Forces nach Porter sind:

  1. Rivalität zwischen Unternehmen einer Branche
  2. Bedrohung durch neue Wettbewerber
  3. Bedrohung durch Ersatzprodukte
  4. Macht der Zulieferer
  5. Macht der Kunden

Diese Kräfte legen fest, wie profitabel die Unternehmen einer Branche wirtschaften können – sie wirken sich nämlich direkt auf Einnahmen und Ausgaben aus:

Beispiel: Macht der Kunden
Wenn die Kunden Macht haben, können sie

  • die Preise drücken (so sinken die Einnahmen der Unternehmen) und
  • Produkte höherer Qualität verlangen (so steigen die Ausgaben der Unternehmen).

Je stärker eine oder mehrere dieser Kräfte in einer Branche ausgeprägt sind, desto geringer fallen meist die Renditen aus:

Branche Kräfte Rendite (USA, 1992–2006)
Pharma schwach ca. 32 %
Backwaren mittel ca. 14 %
Luftfahrt stark ca. 6 %

(Quelle: Michael E. Porter, The Five Competitive Forces That Shape Strategy)

Die Rendite berechnet sich (vereinfacht), indem man den Gewinn durch das eingesetzte Kapital teilt:

Beispiel: Rendite berechnen
Gewinn (= Einnahmen – Ausgaben) 2 Mio. Euro
Kapital 10 Mio. Euro
Rendite 2 Mio. Euro / 10 Mio. Euro = 20 %

Rivalität zwischen Unternehmen einer Branche

Die Rivalität zwischen Unternehmen einer Branche ist besonders intensiv, wenn diese Faktoren vorliegen:

  • Es gibt viele ungefähr gleich große Unternehmen.
  • Die Branche wächst nur langsam (die Unternehmen müssen also Marktanteile von Wettbewerbern gewinnen, um zu wachsen).

Um die Wettbewerber zu übertrumpfen, kann ein Unternehmen zum Beispiel Folgendes tun:

  • Preise senken
  • Produkte verbessern
  • Produkte bewerben
  • Service verbessern

Die Wettbewerber reagieren darauf meist mit Gegenmaßnahmen – am Ende können so die Einnahmen für die Branche als Ganzes steigen oder sinken.

Vor allem Preissenkungen schaden meist der ganzen Branche; Unternehmen setzen sie oft ein, wenn folgende Faktoren vorliegen:

Faktor Erklärung
ähnliche Produkte Wenn sich die Produkte der Unternehmen kaum unterscheiden, achten Kunden vor allem auf den Preis.
verderbliche Produkte Die Unternehmen müssen die Produkte verkaufen, bevor sie an Wert verlieren.
hohe Fixkosten Die Unternehmen müssen viele Produkte verkaufen, um die Fixkosten zu decken.
Tipp
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Bedrohung durch neue Wettbewerber

Wenn neue Wettbewerber auftreten, müssen die etablierten Unternehmen reagieren, um die gleiche Menge an Produkten zu verkaufen: Oft senken sie die Preise oder erhöhen die Ausgaben (z. B. für Werbung).

Ob neue Wettbewerber in eine Branche einsteigen, hängt von zwei Faktoren ab:

  • Wie leicht können sie einsteigen? (Eintritts-Barrieren)
  • Wie werden die etablierten Unternehmen reagieren? (erwartete Gegenwehr)

Diese 6 Barrieren erschweren es neuen Unternehmen, in eine Branche einzusteigen:

Eintritts-Barriere Erklärung
Skalen-Effekte Die etablierten Unternehmen können günstig produzieren, weil sie viele Einheiten herstellen und so die Fixkosten einen geringeren Anteil pro Einheit ausmachen.
Netzwerk-Effekte Die etablierten Unternehmen haben ein Netzwerk, das für Kunden umso wertvoller ist, je mehr Mitglieder es hat (z. B. der Marktplatz von Amazon).
schwieriges Wechseln Kunden haben hohe Kosten, wenn sie den Anbieter wechseln (z. B. weil sie Mitarbeiter umschulen müssen).
hoher Kapitaleinsatz Um eine Chance zu haben, müssen neue Wettbewerber viel investieren (z. B. in Forschung oder Werbung).
(geschütztes) Know-how Nur die etablierten Unternehmen können ein Produkt herstellen (z. B. weil sie das Patent dafür haben).
Marke Die etablierten Unternehmen haben eine Marke, der die Kunden vertrauen.

Gegenwehr der etablierten Unternehmen ist vor allem dann wahrscheinlich, wenn diese 3 Faktoren vorliegen:

Faktor Erklärung
frühere Gegenwehr In der Vergangenheit haben die etablierten Unternehmen aggressiv auf Markteintritte reagiert.
viele Ressourcen Die etablierten Unternehmen haben Geld und Mittel, um auf Markteintritte zu reagieren.
langsames Branchen-Wachstum Die etablierten Unternehmen verlieren wahrscheinlich Marktanteile, wenn sie sich nicht wehren.

Bedrohung durch Ersatzprodukte

Wenn Kunden auf Ersatzprodukte umsteigen, verkaufen die Unternehmen einer Branche weniger Produkte und machen so weniger Gewinn.

Als Ersatzprodukte gelten Produkte oder Dienste, die das Gleiche oder etwas Ähnliches leisten wie die Produkte der Branchen-Unternehmen:

Leistung Produkt Ersatzprodukt
Reisen Flugzeug Auto, Zug, Schiff
Kochen Butter Öl, Margerine
Geld anlegen Aktie Anleihe, Immobilie

Ersatzprodukte sind eine umso größere Bedrohung,

  • je ähnlicher die erbrachte Leistung ist,
  • je günstiger sie sind und
  • je leichter Kunden wechseln können.

Macht der Zulieferer

Wenn Zulieferer Macht haben, können sie hohe Preise für ihre Produkte verlangen (was die Ausgaben der Branchen-Unternehmen erhöht).

Hier sind 5 Faktoren, die die Macht der Zulieferer begünstigen:

Faktor Erklärung
geringe Anzahl Es gibt nur wenige Zulieferer.
geringes Volumen Die Zulieferer erzielen nur einen kleinen Teil ihrer Einnahmen mit den Branchen-Unternehmen.
schwieriges Wechseln Die Branchen-Unternehmen haben hohe Kosten, wenn sie den Zulieferer wechseln.
unterscheidbare Produkte Die Produkte der Zulieferer unterscheiden sich stark.
Fähigkeit, Produkte selbst herzustellen Die Zulieferer könnten die Produkte der Branchen-Unternehmen auch selbst herstellen (und damit zu direkten Konkurrenten werden).

Macht der Kunden

Wenn Kunden Macht haben, können sie zwei Dinge tun:

  • niedrigere Preise durchsetzen (so sinken die Einnahmen der Unternehmen)
  • Produkte höherer Qualität und besseren Service verlangen (so steigen die Ausgaben der Unternehmen)

Diese 5 Faktoren begünstigen die Macht der Kunden:

Faktor Erklärung
geringe Anzahl Es gibt nur wenige Kunden.
großes Volumen Die Unternehmen erzielen einen Großteil ihrer Einnahmen mit bestimmten Kunden.
leichtes Wechseln Die Kunden können leicht auf das Produkt eines anderen Unternehmens wechseln.
ähnliche Produkte Die Produkte der Unternehmen unterscheiden sich kaum.
Fähigkeit, Produkte selbst herzustellen Die Kunden könnten die gekauften Produkte auch selbst herstellen.

Häufig gestellte Fragen zu den 5 Forces nach Porter

Was sind die 5 Forces nach Michael E. Porter?

Die 5 Forces nach Michael E. Porter sind:

  1. Rivalität zwischen Unternehmen einer Branche
  2. Bedrohung durch neue Wettbewerber
  3. Bedrohung durch Ersatzprodukte
  4. Macht der Zulieferer
  5. Macht der Kunden

Diese Kräfte legen fest, wie profitabel die Unternehmen einer Branche wirtschaften können.

Auf unserem Blog erfährst du, wie und wann die 5 Forces nach Porter wirken.

Tipp:

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Was ist das 5-Forces-Modell nach Porter?

Das 5-Forces-Modell nach Porter ist ein Ansatz, um die Struktur einer Branche zu analysieren.

Es setzt folgende 5 Kräfte an:

  1. Rivalität zwischen Unternehmen einer Branche
  2. Bedrohung durch neue Wettbewerber
  3. Bedrohung durch Ersatzprodukte
  4. Macht der Zulieferer
  5. Macht der Kunden

Die 5 Forces nach Porter beeinflussen direkt die Einnahmen und Ausgaben der Unternehmen einer Branche und legen so fest, wie profitabel sie wirtschaften können.

Tipp: 

Wenn du ein Unternehmen gründen willst und einen Businessplan brauchst, nutze unseren kostenlosen Businessplan-Generator.

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Quellen in diesem Artikel

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Dieser QuillBot-Artikel

Strohmeier, F. (2026, 27. July). 5 Forces Porter | einfach erklärt. Quillbot. Abgerufen am 29. Juli 2026, von https://test.abubakkarahmad.com/de/blog/business/5-forces-porter/

Quellen

Porter, M. E. (2008). The Five Competitive Forces That Shape Strategy. Harvard Business Review, 86 (1), 78–93. https://public.dhe.ibm.com/software/data/sw-library/cognos/pdfs/articles/art_the_five_competitive_forces_that_shape_strategy.pdf

Porter, M. E. (2004). Competitive Strategy. Free Press.

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Franz Strohmeier, M.Sc.

Franz hat einen Master in BWL und begeistert sich für die deutsche Sprache. Er lektoriert seit mehreren Jahren Sachtexte und schreibt über Grammatik, Logik und Stil.

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